Invasion macht sprachlos und erhöhte Abgabedruck

Was man lange Zeit für unmöglich gehalten hätte, ist heute Morgen Realität geworden. Bereits am Montag verdichteten sich immer mehr die Anzeichen, dass Russland die Separatistenführer der sog. «Volksrepubliken» Donezk und Luhansk, im Osten der Ukraine bei der Erlangung der Unabhängigkeit militärisch unterstützen würden. Als am Dienstagabend Vladimir Putin offiziell die beiden Gebiete als unabhängig anerkannte, fokussierte sich das Börsengeschehen ausschliesslich auf die weitere Entwicklung des Konflikts. In seiner Ansprache an das russische Volk machte Putin unmissverständlich klar, dass die Ukraine als Ganzes, ein historisch gewachsener Teil Russlands sei. Dies war ein weiteres Indiz dafür, dass er eine Eskalation bereits in sein Kalkül einschloss. In der Folge schloss der Dow Jones Industrial Index in den USA gestern auf dem tiefsten Stand des Jahres 2022. Mit dem Beschuss verschiedener Städte der Ukraine am frühen Donnerstagmorgen, beginnt Russland in die Ukraine einzumarschieren. In der Folge beschleunigte sich die Abwärtsbewegung der globalen Aktienindizes. In Europa brechen die Märkte um 4% ein. Die Vorbörse in den USA lässt nochmals einen Rückschlag um 2% erwarten, nachdem bereits am Mittwoch der US-Markt fast 2% schwächer tendierte. Zudem stieg der Ölpreis massiv an und der Schweizer Franken erfuhr eine weitere Aufwertung insbesondere gegenüber dem Euro. Vorderhand sind die Aussichten für die Börsen sicherlich nicht erfreulich. Einerseits wird über die steigenden Rohstoffe die Inflation weiter geschürt, andererseits trüben sich die Wachstumsaussichten in Europa ein, so dass die hohen Bewertungen der Aktien unter Druck kommen dürften.

Bereits Mitte Februar, als der EuroStoxx 50 noch um ca. 8% höher war als heute Morgen, haben unsere Entscheidungsmechanismen nochmals verstärkt zur Vorsicht gemahnt. Dementsprechend haben wir umgehend die Aktienquote bei allen Mandaten und Fonds drastisch reduziert. Bereits vorher hatten wir einen Aktienanteil von 75% der maximalen Aktienquote. Nach der nochmaligen Reduktion beläuft sich der Anteil noch auf 25% der maximalen Aktienquote. Bei einem Mandat bestehend aus 50% Aktien und 50% Obligationen beläuft sich der Aktienanteil im Moment somit auf nur noch 12.5%. Die Mandate haben den Rückgang damit weitestgehend unbeschadet überstanden. Einmal mehr haben wir damit dem Vermögenserhalt grösste Bedeutung geschenkt.